Schottland Teil 1

Wie unsere Facebook-Freunde schon wissen, waren wir beide für knappe zwei Wochen auf Fotoreise in Schottland – über die Planungen habe ich an dieser Stelle auch schon einen Eintrag veröffentlicht.
Aus Kostengründen hatten wir uns gegen Flugzeug und Mietwagen entschieden, also fuhren wir am Montagmorgen gegen 7:00 Uhr im vollbepackten Skoda Fabia los Richtung Amsterdam, wo unsere Fähre nach Newcastle wartete. Trotz einiger kleinerer Umleitungen und Staus auf der Autobahn kamen wir schneller als ursprünglich angenommen voran, so dass wir, endlich am Fährhafen angekommen, nach Check-in und Passkontrolle noch einige Zeit warten mussten, bis wir endlich auf das Schiff fahren durften. In der Enge des Schiffsbauches schälten wir uns aus dem Kleinwagen und machten uns mit Fotorucksäcken und Reisetaschen schwer bepackt an den Aufstieg gen Deck 8, auf dem unsere Kabine (Stockbett, aber was will man machen…) lag. Dort angekommen rafften wir uns zu aller erst zu einem kleinen Rundgang auf der Fähre auf, der ihrer Größe geschuldet gar nicht so klein ausfiel.

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Leichter Nieselregen und Wind, das ist eine ungünstige Kombination für Fotografen, so dass wir vom Ablegen und dem Amsterdamer Hafen keine vernünftigen Bilder haben – Wassertropfen auf den Linsen haben uns den Spaß daran verdorben.
Etwas später jedoch hörte dieses ungemütliche Wetter auf und die Sonne und eine Wolkenfront bildeten einen dramatischen Himmel, vor dem ein Kreuzfahrtschiff unseren Kurs kreuzte, natürlich ich sofort mit der Kamera zur Stelle und machte eines meiner Lieblingsbilder dieser Reise:

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Von diesem Tag gibt es weiter nicht viel zu erzählen, außer vielleicht, dass die Preise auf dem Schiff schon fast an eine Frechheit grenzen.

Am nächsten Morgen stand ich in aller Frühe auf, denn schließlich war es ja eine Fotoreise und keine Erholung, und hatte Glück einen recht schönen Sonnenaufgang über dem Aussichtsdeck der Fähre fotografieren zu können.

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Dem Anlegen der Fähre folgte das hineinklettern in die eng, fast wie Heringe in der Dose, gestellten Autos und nach der obligatorischen Passkontrolle begann das Abenteuer Linksverkehr. Hiervor hatten wir den größten Respekt gehabt, aber an sich stellte sich alles als ziemlich unproblematisch heraus, so dass wir, ohne uns größer in Newcastle aufzuhalten, unseren Weg in den Nordwesten zur Isle of Skye begannen. Von dieser Fahrt, bei der wir uns am Steuer abwechselten, gibt es erstaunlicherweise keine Anekdoten zu erzählen, so dass ich an dieser Stelle die langweilige Reise mit einer (auch eher langweiligen) Aufzählung beginne, was wir denn so an Equipment dabei hatten, dass unser Auto so voll war.

Ich mache den Anfang bei mir – Philipps Equipment kommt beim nächsten Mal.

Kameras:

Canon EOS 5d Mark III als Hauptkamera
Canon EOS 5d Mark II als Backup
Canon Ixus 132 als handliche Kamera zur Dokumentation

Objektive:

Walimex 14mm/2.8
Canon EF 17-40mm/4.0
Canon EF 24mm/1.4
Canon EF 24-70mm/2.8
Canon EF 50mm/1.2
Canon EF 70-200mm/4.0
Dazu noch ein 1.5-fach Konverter von Kenko

Sonstiges:

Stativ: Manfrotto 190 XB mit Neiger RC 808
Grauverlaufsfilter von Lee und HighTech mit entsprechender Halterung

Unsere erste größere Pause machten wir in Mallaig, wo wir auf die Fähre zur Isle of Skye warten mussten. Nach einem kurzen Hafenrundgang konnten wir schließlich auf die Fähre fahren, was auch höchste Zeit war, denn wir wollten den Sonnenuntergang bei unserer Abendlocation noch erwischen und die Sonne sank schon bedenklich schnell Richtung Horizont. Der gemütlichen Fährfahrt folgte eine ziemlich schnelle Fahrt über enge, einspurige Straßen bis wir endlich in Elgol, einem kleinen Hafendorf ankamen, wo wir eigentlich die von der Abendsonne beleuchteten Berge fotografieren wollten, aber die Wolken hatten wohl etwas dagegen, so dass wir die Berge ohne Abendsonne auf den Sensor bannen mussten – auch nicht schlecht.

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Als es dann dunkel war wollten wir uns in Portree, der größten Stadt der Insel ein Bed and Breakfast suchen, doch nach dem zwanzigsten „no vacancies“ Schild liesen wir von diesem Plan ab und beschlossen, zur Morgenlocation zu fahren und dort im Auto zu übernachten.
Als Abendessen gab es Dosenravioli (don’t judge us) und während Philipp sich im Auto einrichtete beschloss ich, die ersten Meter auf dem Weg zum Old Man of Storr zu gehen, um den Weg einschätzen zu können. Das erwies sich als Glücksfall, denn der Weg war deutlich länger als ursprünglich angenommen. Der nächtliche Spaziergang hat sich aber auf jeden Fall gelohnt:

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Wenn ihr Wissen wollt, warum wir am nächsten Morgen schlecht gelaunt waren, dann lest unseren nächsten Schottland Blog heute in zwei Wochen. Nächste Woche gibt es einen nicht weniger lesens- und Sehenswerten Bericht von Philipps USA-Reise

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