Schottland – Teil 3

Uuuund weiter geht es heute mit Teil drei unseres Schottland-Reiseberichtes. (Teil 1 und Teil 2 gibt es hier) Wir waren bei den Fairy Pools bei Glen Brittle stehen geblieben, einem Bachlauf, der sich in vielen kleinen Wasserfällen seinen Weg zum Meer bahnt. Am schon recht gut gefüllten Parkplatz stellten wir unser Auto ab und nahmen den kurzen Fußweg auf uns, unsicher, was uns erwarten würde.
Allerdings besänftigt von dem Gedanken, dass die Maße an Touristen, die sich den schlammigen Pfad mit uns teilte wohl einen Grund haben müsse, sich die Flip-Flops zu verdrecken. Vor Ort angekommen waren wir sofort begeistert von den Wasserläufen und Becken, die diese bilden, auch wenn die Wege leider sehr unter dem Regen und den vielen Touristen gelitten hatte. Einige Klettertouren in diese Pools später (kids, don’t try that at home), mit schwerem Rucksack auf dem Rücken und Stativ in einer Hand, mit der anderen sich krampfhaft am Felsen festhaltend , während man die Füße auf den wenige Zentimeter breiten Felsvorsprüngen zu sichern versucht, waren wir einige spektakuläre Bilder reicher, die, obwohl dort viele Fotografen unterwegs sind, nicht jeder hat!

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Danach ging es zur Bucht, in der der Bach ins Meer mündet (nicht besonders fotogen) und nach einem Zwischenstopp in der Talisker Whiskey-Destille fuhren wir gen Norden zum Dunveagan Castle, bei dem wir schönes abendliches Licht genießen durften.

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Doch das war noch nicht unsere eigentliche Abend Location – Wir fuhren weiter nach Norden zum Ardmore Point, wobei wir hier leider nicht an den Spot konnten, der ursprünglich angedacht war, ein Stacheldraht Zaun, Bio-Hazzard – Schild und ein Farmhouse mit gutem Blick auf die gesamte Zufahrt zur Halbinsel standen uns im Weg. Schließlich fanden wir einen Spot oben auf einer Klippe, mit guter Sicht auf die Halbinsel sowie auf die Äußeren Hebriden am Horizont. Zu uns gesellten sich dann noch ein anderer Fotograf und ein Pärchen, allesamt aus Deutschland.

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Nach Einbruch der Dunkelheit machten wir noch Station beim Stein Inn, dem ältesten Inn der Insel, dann bei der Sligachan Bridge, diesmal endlich ohne Besuchermassen. Dafür machten wir uns leider selbst das Leben schwer, indem wir uns auf beiden Seiten der Brücke Positionierten und mit unseren Taschenlampen (versehentlich) die Bilder des jeweils anderen empfindlich störten.

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Nach einem Besuch beim nächtlichen, von vollen Mond in helles Licht getauchten Kilt Rock ging es ab ins Bett.

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Am nächsten Morgen stand ich – wieder einmal – schon viel zu früh für meinen Geschmack auf, während Philipp sich noch von den Strapazen der langen Autofahrt erholte, und fuhr auf inzwischen altbekannter Strecke zum Old Man of Storr, dem ich noch einen Versuch gönnen wollte. Um viertel nach sechs Uhr kam ich am Parkplatz an, gegen sieben Uhr sollte sie Sonne aufgehen. Beim Aufstieg fiel mir dann ein roter Schein am östlichen Himmel auf, Gedanken wie „meine Uhr geht falsch, ich komm bestimmt zu spät“ kamen mir in den Sinn und ich rannte beinahe den Pfad zu der Felsnadel hinauf.

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Bei einer ersten Position richtete ich mich dann häuslich ein, stellte mein Stativ auf, etc. Der prüfende Blick in Richtung Sonnenaufgang sagte mir, dass ich mich umsonst beeilt hatte und die Sonne sich noch einige Zeit lassen würde und ich also vollkommend umsonst durchgeschwitzt dem starken, kalten Wind schutzlos ausgesetzt war. Kurzentschlossen wanderte ich weiter nach oben, wo ich einen fantastischen Blick über die ganze Landschaft hatte, und leider auch auf die Wolkenbank, die sich dort ausbreitete, wo in Kürze die Sonne hätte sein sollen.

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Enttäuscht machte ich mich an den Abstieg und als ich ungefähr auf Höhe meiner ersten Position war, schoben sich die Wolken beiseite und die Sonne ergoss ihr armes Morgenlicht auf die Felslandschaft um mich herum. Ich Packte meine Kamera, warf meinen Rucksack hinter einen Felsen und rannte den Berg hinauf zu verschiedenen Spots – dieser Sonnenaufgang war all die Anstrengung, all den Ärger wert.

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Dieser geniale morgen war leider auch unser letzter auf Skye und so packten wir unsere Sachen und fuhren über die Mautbrücke aufs Festland. Dort erwartete uns gleich unsere nächste Location für den Abend, das Eilean Donan Castle. Leider war es noch vormittags und nachdem keine Spots in erreichbarer Nähe waren, nutzten wir die Zeit, um unsere Vorräte aufzustocken, zu lesen und endlich einmal richtig auszuruhen.

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Abends hatten wir zwar kein Abendlicht, aber das nachts beleuchtete Castle hob sich schön von den grauen Hügeln und tiefhängenden Wolken ab.

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An dieser Stelle machen wir einmal wieder einen Cut, weiter geht es in zwei Wochen, davor kommt wieder Philipp mit einem Bericht aus den USA.
Noch eine kleine Ankündigung zum Abschluss:
Ihr habt sicher bemerkt, dass alle bisherigen Bilder von mir stammten und noch kein einziges Von Philipp. Er hat zurzeit mit den USA Bildern und der Uni viel zu tun, so dass wir uns entschlossen haben, dass der Reisebericht erstmal von mir alleine bestritten wird und Philipp zu einem späteren Zeitpunkt seine Ergebnisse präsentieren wird.

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