USA Teil 2 – Boston

Okay, weiter geht’s! In Teil eins habe ich ja mit dem Flug nach New York aufgehört. Jetzt komme ich zu unserer Weiterreise in die Stadt der Teeparty: Boston.
So spektakulär ist es dort gar nicht, auch wenn die Amerikaner sehr stolz darauf sind. Die Stadt liegt allerdings schön am Meer, hat also einen tollen Hafen und frische Seeluft.
Angekommen sind wir erst Abends, da wir mit einigen Stunden Stau zu kämpfen hatten. Was ich hier besonders in Erinnerung habe ist der Hunger! Im Flugzeug durften wir natürlich nichts zu essen dabei haben und dann wollten wir schnell weg, Strecke machen. Also haben wir uns die vier Stunden, die wie auf dem Highway vor uns hingekrochen sind, von PET-Z bonbons und illegal aus Deutschland eingeführtem Dosenbrot ernährt. In Boston haben wir in einem – sagen wir mal – idyllischen Hotel gewohnt. Alles sehr klein, krumm und schief, aber ausführlich dekoriert. Dort hatten wir sogar eine Küche und konnten, nachdem wir beim naheliegenden Bio Supermarkt einkaufen waren, auch endlich zu Abend essen. Am nächsten Tag ging es los, die Stadt besichtigen. Die Annahme, dass man in einer Großstadt kein Auto braucht, stimmt tatsächlich. Wir haben uns hauptsächlich mit S- und U-Bahn fortbewegt, auch wenn es da mit den Tickets einige Unklarheiten gab. (Tarifzonen? Was bitte ist ein Charlie-Ticket? Oh, okay, man hat also Guthaben auf der Karte… Am besten öffnen wir mit einer Abbuchung den Behinderteneingang und gehen alle gemeinsam durch 🙂 ) Boston ist sehr auf den Tourismus ausgelegt. Eine rote Linie auf dem Boden markiert den sogenannten Freedom -Trail, und wenn man dem folgt kommt man von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Angefangen haben wir bei herrlichem Sonnenschein am Boston Common, ein großer Park mitten in Boston, von dort sind es nur ein paar Schritte zum Massachusetts State House mit seiner goldenen Kuppel. Gleich ums Eck ist die Park Street Church. Eine für amerikanische Verhältnisse sehr alte Kirche – erbaut im Jahr 1809 -, welche früher die Seefahrer als erstes von Boston gesehen haben.

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Nach und nach wurden wir so an vielen alten und historisch relevanten Gebäuden – teilweise eindrucksvoll, teilweise eher nicht… 🙂 – vorbeigeführt, die ich jetzt nicht alle aufzählen will. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Benjamin Franklin Statue und das berühmte Old State House, von dessen Balkon die Unabhängigkeitserklärung verkündet wurde. Hier haben wir dann auch den Trail verlassen und uns Richtung Hafen durchgekämpft. Nach einem Rundgang machten wir dort eine kleine Pause, genossen die Sonne und beobachteten das Treiben im Hafen.
Nach einem Stopp beim nächsten Starbucks wollten wir eigentlich noch eine Stadt- und Hafenrundfahrt machen. Allerdings haben uns die angebotenen Routen und Fahrzeiten doch nicht so angesprochen, also sind wir spontan ins New England Aquarium gegangen. Hier konnte man unter anderem kleine Haie und Rochen streicheln, Meeresschildkröten anschauen und eben auch Quallen bewundern, wie man auf dem Bild unten sieht. 🙂

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Als wir das Aquarium verlassen haben, war es dann auch schon früher Abend und so beschlossen wir den Heimweg anzutreten. Unterwegs gabs noch einen Zwischenstopp in einer Pizzaria. Den Tag ließen wir dann bei einem Bier/Wein auf der schönen Terasse des Hotels, mit Blick auf einen Park, ausklingen.
Am zweiten Tag war leider das Wetter nicht so toll, so dass wir uns entschlossen eine kleine Museumstour zu machen. Zuerst haben wir das Isabella Steward Gardener Museum besucht. Hier gibt es die private Sammlung von eben dieser Frau Gardener zu sehen, die zu ihren Lebzeiten irgendwie alles zusammen getragen hat, was ihr gefallen hat. Angefangen von irgendwelchen römisichen Vasen bis hin zu mittelalterlichen Wandteppichen und Schriftstücken. Das Ganze war für mich nicht so interessant, aber es gab einen sehr genialen Innerhof, wo sie einen echten venezianischen Innenhof samt Fasaden abbauen und in ihrem Haus, das jetzt das Museum ist, wieder aufbauen lassen hat. Leider kann ich euch davon keine Bilder zeigen, da hier das Fotografieren verboten war. Im Museum haben wir dann auch zu Mittag gegessen, was überraschend gut war.

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Anschließend haben wir uns auf den Weg in die Stadt gemacht, wo wir dann den Nachmittag weng verbummelten. Am Abend sind wir erneut in den Hafen, da dort das Institute of Contemporary Art ist, welches uns von einem Touristenguide empfohlen wurden und es in den Abendstunden zusätzlich auch noch kostenlos ist.
Auf dem Weg haben wir noch einen kleinen Abstecher durch Chinatown gemacht, was jetzt nicht so spannend war. Da ist Chinatown in San Francisco deutlich interessanter. 🙂
Nach dem Museumsbesuch, wo wir teilweise echt coole Installationen und Bilder zeitgenössischer Kunst bewundern konnten, sind wir zurück zum Hotel gefahren. Dort haben wir, nachdem wir noch mal kurz im Bio-Supermarkt waren, die Küche genutzt und uns Tortellinin mit Tomatensoße gekocht. Danach ging es auch schon ins Bett. Am nächsten Tag haben wir unsere Sachen gepackt und uns, nach einem kurzen Besuch der Harvard University, auf den Weg nach Rockport gemacht.
So das reicht jetzt auch wieder für heute, in zwei Wochen geht es dann unter anderem mit dem Weg nach Bar Harbor und dem Arcadia National Park weiter.

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PS: Inzwischen haben wir auf der Homepage auch einen gescheiten Viewer installiert. Also einfach auf die Bilder klicken und ihr könnt sie euch in groß anschauen. 🙂

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